Samstag, 2. April 2016

Wieder in Berlin..



..und mit dem 10. Flug in 22 Tagen auch zurück in der (kühlen) Realität - aber ich hab Sonne im Gepäck. sidefact: Über fast alle Flüge hinweg hat sich gezeigt, dass beim Ein- und Aussteigen die Evolution an einigen Menschen wirklich völlig vorbei gegangen sein muss... In technischer Hinsicht gilt das übrigens für Spirit Airlines, die uns mit viel Glück LEBEND folgendes ermöglicht haben:

Mit meinem in Kalifornien studierenden Lieblingscousin und zwei Engländern ging es für fünf Tage zum Spring Break nach Cabo, Mexiko, was so ziemlich alle Erwartungen an ein Spring Break in Cabo, Mexiko, erfüllt hat. Sonne, Strandclubs, 3-etagige Nachtclubs und Unmengen feierwütiger Studenten - zum Glück bin ich noch nicht ganz aus der Übung. Sidefact 2: das Länderspiel mit den beiden Kronloyalen zu schauen hat großen Spaß gemacht..

Warum auch immer, hatten wir zu viert eine relativ großräumige und für mexikanische Verhältnisse wohl als solche durchgehende "Suite", sodass die kurze Zeit zwischen Tages- und Nachtfeierei mit geladenen Gästen auch noch bei uns zelebriert wurde. Zu dem bisherigen außerordentlich hohen Schlafkonsum ist also noch mal eine ganze Menge hinzugekommen ;) 

Kurz vor Abflug in die Heimat stand noch einmal der Besuch der nahezu ausschließlich in Cali operierenden und wohl besten Burgerkette der Welt an - mein noch aus 2011 heiß geliebtes In'n'out. Für alle kommenden Besucher - dorthin!

Ende - auf Zeit ;)




















Donnerstag, 24. März 2016

Sin City..

..bedarf letztlich keiner ausführlichen Beschreibung - deshalb hab ich den gesamten Text wieder gelöscht und mich für folgende Zusammenfassung entschieden:

9h geschlafen in 3 Tagen
ein filmreicher 21. Geburtstag
2 atemberaubende Alessso-Sets
eine weitere extrem gastfreundliche US-Familie
2 britisch-gesponserte Übernachtungen im Luxor
nicht unbedeutende Gewinne am Black Jack table

Nach einer kurzen Reha in Cali gehts jetzt mit Robert und zwei seiner Soccer Kollegen weiter nach Cabo, Mexico. Spring Break!























Donnerstag, 17. März 2016

Truffles Bacon Mac&Cheese Burger...

...der wohl leckerste Burger aller Zeiten - inselbekannt und vom selben BBQ-Meister, der es schon in den ersten Beitrag gepackt hat. Und für alle Vegetarier, deren Halsschlagader gerade anschwillt - probiert eure Süßkartoffelpommes mal mit Ingwer-Ketschup!

Dass ich hier ausführlich über Essen schreibe, ist wohl vor allem der Tatsache geschuldet, dass mir nach den ersten extrem erlebnisreichen Tagen alles andere wie Pauschalurlaub in der Türkei vorkam.

Wer nicht jedes Mal die Taxi-Fahrer füttern möchte, kann auf "Safari-Taxis" ausweichen - das ist in etwa so abenteuerlich wie es klingt. Auf teils umgebauten Pickups kann man nach dem hop-on/hop-off Prinzip für 1 Dollar über die Insel gondeln. Nachteil: es geht nur in eine Richtung im Kreis. Finanziell Glück, kulturell hingegen die Pest sind die täglich einfahrenden Monsterkreuzfahrtschiffe. An dem Tag an dem ich das Inselhauptstädtchen Charlotte Amalie besuchen wollte, lagen ganze vier (!) im Hafen von St. Thomas. Wie die Heuschrecken fallen sie ein, mit dem Wissen, dass es hier tax-free und damit vermeintlich günstig Klamotten, Schmuck und karibischen Rum zu erstehen gibt. Was die Heuschrecken nicht wissen - im Kmart um die Ecke kostet letzterer nur die Hälfte. Als altes Marketing Opfer hab ich mich natürlich auch wieder locken lassen. Diejenigen, die es bevorzugen, in ihrem Ozeangefängnis zu bleiben, fahren in der Zwischenzeit Achterbahn an Deck auf Ebene 15 - ja, Achterbahn! Und dann - Feuer! Ein Boot ist brennend in den Hafen eingefahren um sich an der Promenade in die heiligen Fischgründe zu verabschieden. 

Mit einigen room mates haben wir am nächsten Tag St. John unsicher gemacht. Für Schnorchel-Freaks ist die Inselgruppe wirklich ein Paradies - selten so dermaßen klares Wasser gesehen! Wenn auch keine Delfine, gab es wieder Schildkröten zu sehen. Deren herrliche Hetz-mich-nicht-Attitüde legen im übrigen auch die Inselbewohner an den Tag. Da steht man schon mal die oder andere Minute am US Postal Schalter um dem neuesten Inseltrashtalk zu lauschen. Das galt auch für den Tsunami-Alarm, der in ohrenbetäubender Lautstärke über die Insel gepeitscht ist und offensichtlich Fehlalarm war. Wenn die Welle kommt, kommt sie halt a who cares.

In der neuesten 737 bringt mich American Airlines gerade nach Miami um wenig später auf den 6h Flug nach Vegas zu weiterzudüsen. Der Ausblick ist wirklich der Hammer! In der Hoffnung, wir machen keinen Umweg über New York - over!
























Montag, 14. März 2016

Back in the states...

..aber dieses Mal ohne meinen kongenialen Companion - er darf nicht mehr alleine weg. Immer diese Pärchen-Probleme... ;) Warum ich jetzt schon anfange, über einen 3-wöchigen Trip zu bloggen, weiß ich selbst nicht. Vielleicht liegt es an dem Roman, den mir meine Mitbewohnerin zugeschoben hat - "Unterwegs" von Jack Kerouac.

Direkt vorab - ist ein bisschen mehr geworden. Falls euch zwischenzeitlich die Lust verlässt, der letzte Absatz ist der wichtigste!

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Schon mal von St. Croix gehört? Ich auch nicht, bevor mich die Urlaubspiraten mit einem Norwegian Airshuttle error fare quasi dazu genötigt haben, hierher zu fliegen! Mitten im Hurricane Gürtel, irgendwo zwischen Puerto Rico und den anderen karibischen Inseln gelegen, findet man dieses wunderbare Fleckchen Erde. Wie immer mit einem hervorragenden Zeitmanagement ausgestattet, durfte ich auf meinem Weg zum Zwischenstopp nach Kopenhagen zum
ersten Mal mit einem freundlichem Air Berlin Mitarbeiter über's Tegeler Rollfeld laufen um im Flieger in hocherfreute Gesichter zu schauen - ich liebe ja Leute, die andere aufhalten... In Kopenhagen bin ich spontan im wirklich sehr coolen Downtown Hostel gelandet - falls ihr mal nach Kopenhagen wollt und nicht unbedingt auf der Suche nach Schlaf seid, ist das eine absolute Empfehlung!

Wunderbarerweise gab es im brandneuen Dreamliner noch eine freie 3er-Reihe, auf der mich Interstellar in den Schlaf gesungen hat, was eigentlich ein 6er Carlsberg erledigen sollte. Dass man im
Flieger kein mitgebrachtes Bier trinken darf, war mir neu. Somit musste es beim Zwischenstopp in Puerto Rico dran glauben - 2 Stunden Security Schlange sei dank. Mit demselben Flieger haben wir die größte Insel der Virgin Islands irgendwann doch noch erreicht. In einer der beiden "Städte", Christiansted, sollte meine Airbnb-Unterkunft sein. Leider fällt hier immer mal der Strom aus, sodass Bertley, die meine Gastgeberin sein sollte, stundenlang nicht erreichbar war. So durfte ich gezwungenermaßen das abendliche Inselleben kennenlernen. Kaum Tourismus, dafür eine Menge local people und Aussteiger. Irgendwann ging das Licht wieder an, sodass ich es doch noch in mein "beautiful seaview apartment" geschafft habe. Da es beim Insel-Autoverleih keine verfügbaren Wagen mehr gab, hat mich eine verständnisvolle Dame ins andere Örtchen der Insel mitgenommen. Frederiksteds Straßen riechen in etwa wie die in Bogota, was wohl auch den unfassbar langsamen lifestyle erklärt, den die Bewohner an den Tag legen. 

Vom Boeing Schlachtschiff zum Papierflieger. So in etwa fühlt man sich in einem 10-Sitzer der Insel-Airline Cape Air. Ich durfte neben dem Piloten Platz nehmen, sich bewegendes Ruder und die ein oder andere Anweisung inklusive. Nachdem wir es lebend durch eine kleine Gewitterfront geschafft haben - ich dachte wirklich es geht zu Ende - landeten wir endlich auf St. Thomas, der wohl zivilisiertesten aller vier Inseln. Das einzige Hostel der Insel ist eine alt-dänische Gemeinschaft, familiär geführt von zwei Aussteigern, die allerdings nicht vergessen haben, wie man Geld verdient - 50 Dollar für ein 8-bed-dorm excl. breakfast sind wohl weltweit einzigartig, aber immer noch günstiger als meine erste Unterkunft. Am Abend gab es anlässlich des Küchenchef-Geburtstags direkt eine riesige Feier mit Live-Musik - bei DEM Pulled Pork hat er sich die redlich verdient! Meinem Thailand-Tanktop sei Dank, kam ich ins Gespräch mit einer typischen us-amerikanischen Familie, die für den nächsten Tag zufällig den gleichen Plan hatten wie ich - Inselhopping und rüber aufs britische Jost van Dyke. Nur nicht per Fähre, sondern per gechartertem Speedboat. Nach der gefühlt 10. Einladung war ich also dabei, kaum geschlafen, mit reichlich Bier bewaffnet und nichtsahnend was mich erwartet - und das war einiges. Maximal zwei Mal im Jahr sieht er Delfine, meinte der Captain. Man muss auch mal Glück haben! Drei Jungtiere spielend in freier Wildbahn, einen Meter entfernt beim Schnorcheln - ein wirklich unbeschreibbares Gefühl! Die anschließend vorbei kommenden Schildkröten sind dabei fast zur Nebensache geworden.

Jost van Dyke ist eine Karibik-Perle mit Puderzuckerstrand wie er im Buch steht. Da britisch, wurden erstmal 40$ Steuer fällig. Verkraftbar, wenn man einen kompletten Trip inkl. Lobster Quesadilla und Painkiller gesponsert bekommt. Dieser endete mit einem Besuch von Pizza Pi, einem Boot, das in mitten im Ozean Pizza verkauft. Ein Hotspot, mit Musik, sich aneinander reihenden Booten und dem ein oder anderen Shotboard. All in all ein extrem geniales Erlebnis mit den beiden Kids Sadie und Alex sowie Patricia und dem Sponsor-Dad Michael. 

Die Frage nach dem "Warum?" beantwortete Michael wie folgt: 

"We'll send our kids to europe and hope that somebody takes care of them. So we take care of the kids coming here." 

Leuchtet ein, wenngleich es absolut nicht selbstverständlich ist. Ebenso wenig selbstverständlich ist, dass wir Bewohner dieses wunderbaren Planeten die Möglichkeit haben so etwas zu erleben. Daher, aus leider gegebenem Anlass in der Heimat, kurz noch ein kurzer Drift ins politische Geschehen: menschenverachtende Parteien, die versuchen, uns und anderen diese Freiheit zu nehmen, sind so ziemlich das letzte was wir brauchen. Viva la vida und cheers from paradise!